Keynote-Transkription 11

Was kostet eine Minute im Operationssaal?

Beim Cost of Delay ist noch eine Sache. Man denkt sich die Kurve immer so schön linear. Der Vertrieb denkt da anders. Der Vertrieb sagt: Es gibt eine Messe oder irgendeinen anderen fixen Termin, und wenn ich das Projekt bis dahin nicht durch die Tür habe, dann habe ich ein echtes Problem. Das heißt: Lange Zeit kann es gut gehen, aber dann kommt auf einmal der richtige Druck. Das ist auch noch einmal interessant da zu prüfen, wie unterschiedlich ticken denn eigentlich die verschiedenen Bereiche und wie gehen diese Bereiche dann auch gemeinsam mit so einem Konzept wie Cost of Delay um.

Cost of Delay kann man auch anwenden auf ein gesamtes Portfolio. Man kann nämlich in jedem einzelnen Projekt den Cost of Delay und den Aufwand zur Lösung des zugunde liegenden Problems berechnen und dann betrachten wie viel auf der kritischen Kette gespart wird, wenn die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden, und wie viel damit im gesamten Unternehmen gespart wird. Das Ganze trägt man in einem zweidimensionalen Raster gegeneinander auf und hat jetzt eine klassische Verteilung. Was mache ich dann zuerst? Natürlich die Quick Wins – was denn sonst? Das kostet nichts, bringt meist viel, also wird das on the fly durchgeführt. Meist stecken die Kosten für die entsprechenden Maßnahmen noch im Budgetrahmen der Einzelprojekte selber drin, da braucht man also gar nicht groß drüber zu diskutieren. Als nächstes prüft man, was kostet vielleicht auch ein bisschen mehr und bringt aber viel. Dann bekommt man eine priorisierte Maßnahmenliste. Zum Schluß: Die Sachen hier rechts unten: Vergessen, streichen. Optimierungen die teurer sind als der Effekt den man damit erzielen kann weglassen.

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