Keynote-Transkription 19

Disruption – Schritt 1 bis 3

Jetzt stellt sich die Frage: Wie kann man das nutzen? Weil das ist alles Elektronik, Informatik – das hört sich doch sehr softwarenah an? Die Lösung ist: Die Elektronik- und Mechanik-Entwicklung müssen es schaffen auf diesen Zug aufzuspringen. Man muss es schaffen seine Produkte zu digitalisieren. Das ist der erste von 6 Schritten. Sie sehen hier eine blaue und eine rote Kurve. Die blaue Kurve bedeutet: Da existieren schon fertige Lösungen im Markt, so wie Kodak in der Fotografie oder Nokia im Mobilfunk. Die rote Kurve steht für das Neue, das Disruptive. Für die Idee zum Beispiel: Könnte man Fotografien nicht auch digital machen? Sie müssen sich jetzt gedanklich mal ein paar Jahre zurückversetzen, denn heute wissen wir natürlich was passiert ist. Das Digitalisieren ist der erste Schritt und dann kommt eine lange Phase wo das Ganze belächelt wird, diese Phase nennt man Deceptive. Deceptive bedeutet so viel wie versteckt, unterm Radar flliegen. Die ersten digitalen Kameras hatten eine so schlechte Auflösung und die Farben waren so schlecht, dass Kodak sich davon distanziert hat. „Wir haben es zwar bei uns entwickelt, aber wir sagen Niemandem etwas davon. Weil wir wollen in der Außenwahrnehmung nicht mit diesem unfertigen Produkt in Verbindung gebracht werden. Und weil diese Entwicklung auf einer exponentiellen Grundlage erfolgt folgt irgendwann der Punkt Disruptive. Auf einmal sind die neuen Verfahren genauso gut wie die alten.
Weiter zu Keynote-Transkription 20