Parkinson’s Gesetz und das Studentensyndrom

Eins der Erfolgsgeheimnisse zur effektiven Bearbeitung eines jeden Projekts, egal ob es eine Schulaufgabe oder ein Multi-Millionen-Dollar-Projekt ist, liegt in der Planung. Geschäftsführer sind stark gefragt, da ihre Qualifikationen bescheinigen, dass sie Projektplanung und Management beherrschen. Diese Fähigkeit der Steuerung von Aufgaben bedeutet Geld für Geschäftsinhaber. Manchmal stehen Geschäftsführer sowie Angestellte schwierigen Entscheidungen gegenüber. Nicht alle Aufgaben erfordern die dafür eingeplante Zeit zur Fertigstellung. Projektmanager sind hier keine Ausnahme. Nicht selten schätzt man eine Aufgabe ab und legt eine bestimmte Stundenzahl für die konzentrierte Bearbeitung und Fertigstellung fest. Allerdings stellt man im Nachhinein häufig fest, dass die Aufgabe weniger kompliziert ist als erwartet und nur zwei Drittel der geplanten Zeit erforderlich ist. Man mag dann versucht sein, die Arbeiten in die Länge zu ziehen, um den ursprünglichen Voranschlag zu rechtfertigen, jedoch ist dies eine höchst ineffiziente Reaktion. Hier greift dann das Parkinson’sche Gesetz.

Parkinson’s Gesetz

Gemäß der Engpasstheorie haben wir immer einschränkende Faktoren. In diesem Fall ist es einfach nicht die Zeit, die zur Erledigung der Aufgabe benötigt wird. Das Parkinson’sche Gesetz besagt, dass man nicht mehr an einer Aufgabe arbeiten soll, wenn sie abgeschlossen ist. Also ziehen Sie nichts in die Länge, sodass Sie mehr Zeit dafür benötigen. Benutzen Sie diese zusätzliche Zeit für die nächste Aufgabe. Wenn dieses häufig vorkommt, sollten Sie vielleicht die Methode, die Sie zur Einschätzung des Zeitaufwandes verwenden, überprüfen.

Das Studentensyndrom

Die meisten von uns mussten das Studentensyndrom bereits erleiden. Dieses Syndrom repräsentiert lediglich den Hang von Personen, sich nicht auf auszuführende Dinge zu konzentrieren bis, kurz bevor sie fällig sind. Dieses Syndrom hat seinen Namen von Studenten, da dieses Syndrom sehr häufig in den Schulen unseres Landes zu sehen ist. Die meisten Studenten konzentrieren sich erst im letztmöglichen Moment auf Studienarbeiten und geben daher häufig mangelhafte Arbeiten ab. Die Realität dieser Situation ist, dass die Gewohnheiten die wir als Jugendliche lernen, uns ins Erwachsenenalter folgen. Gemäß der Engpasstheorie führt die Unfähigkeit der eigenen effektiven Aufgabenplanung eines Großteils des Personals zu Engpässen im Bezug auf die Arbeitsleistung dieser Angestellten zur Erledigung der Arbeit. Wenn wir also die bewährten Methoden des Project Management Institutes befolgen wollen, müssen wir das Studentensyndrom mithilfe der Engpasstheorie identifizieren und somit die potenzielle Auswirkung für das Unternehmen erkennen und Abhilfe schaffen.

Meine persönliche Erfahrung

Sobald das Parkinson’sche Gesetz und das Studentensyndrom in einem Unternehmen festgestellt wurden, müssen sie behandelt werden und können nur ausgeräumt werden, wenn die Person bzw. das Unternehmen speziell umgeschult wird. Geben Sie Ihrem Team die Erlaubnis eine Aufgabe abzuschließen, wenn sie „gut genug“ ist, denn das wird Vergoldung bzw. Verschwendung und die negativen Einflüsse des Parkinson’schen Gesetzes vermindern. Beginnen Sie immer gleich, nachdem all Ihre Vorgänger ihre Aufgaben beendet haben mit Ihrer Arbeit, um das Studentensyndrom zu vermeiden.

In einem der nächsten Posts werde ich aufzeigen, wie das Parkinson’sche Gesetz und das Studentensyndrom in Projekten mithilfe des Projektmanagements der kritischen Kette, vermieden werden können.

Vielleicht auch interessant für Sie...