Theory of Constraints – Denkprozesse der Engpasstheorie (2)

Ich habe bereits im ersten Teil dieses Posts über den Denkprozess erwähnt, dass man sich zuerst die Frage „Was soll geändert werden?“ stellen sollte. Die Engpasstheorie gibt uns „5 Fokussierungsschritte“, die uns helfen zu erkennen, was geändert werden muss:

Fünf Fokussierungsschritte

  1. Erkennen Sie den Engpass, der die Erreichung der Zielsetzung verhindert.
    2. Erkennen Sie, wie der Engpass voll ausgelastet werden kann.
    3. Ordnen Sie alle anderen Aufgaben und Abläufe zur Unterstützung dem Engpass unter.
    4. Verdeutlichen Sie den Engpass, um sie zu beseitigen.
    5. Sobald sich ein Engpass verschoben hat, beginnen Sie wieder bei Schritt 1 und nehmen Sie weitere nötige Änderungen vor.

Denkprozesse der Engpasstheorie: Zweite Frage 2

„Wohin soll die Veränderung führen?“ ist die zweite wichtige Frage des Denkprozesses der Engpasstheorie. Organisationen müssen Wege finden, mithilfe derer sie sich weiterentwickeln und ständig verändern können, um das volle Potenzial zu erzielen. Unter Anwendung der Engpasstheorie können Unternehmen sich auf die Identifikation der Engpässe konzentrieren, sich entscheiden, wie das System am effektivsten angewandt wird, den Rest des Systems zur Unterstützung der Änderungen anpassen, weitere Änderung zur Eliminierung des Engpasses vornehmen und dann den Prozess erneut beginnen. Durch die erneute Durchführung können Organisationen erkennen, was sich verändert hat und was noch zur Erreichung der Zielsetzung geändert werden muss.

Denkprozesse der Engpasstheorie: Dritte Frage

Die dritte und letzte Frage ist „Wie soll die Veränderung verursacht werden?” Der Prozess der Engpasstheorie versteht sich so , das Organisationen schwankenden Durchsätzen (Gelder oder Anteile durch Verkäufe), Investitionen (investiertes Geld für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen) und betrieblichen Aufwendungen (sämtliche Gelder, die für die Umwandlung von Investitionen in Durchsätze benötigt wird), unterliegen und davon gesteuert werden. Wenn verstanden wird, wie ein Unternehmen arbeitet, können Manager erkennen wo und wie Produktion und Gewinne verbessert werden können.

Bewältigung des Widerstands gegen Veränderungen

Mit dem Verständnis der Ursache eines Engpasses können Manager Engpässe erkennen und mit der Lösung beginnen. Dr. Goldratt merkt an, dass Änderungen keine angenehmen Vorgänge sind, wenn nicht alle als Gewinner aus einer Situation gehen, daher müssen Unternehmen alle Betroffenen berücksichtigen, wenn sie entscheiden was geändert werden soll. Es können auch begrenzte Fähigkeiten oder Denkweisen, die durch Gewohnheiten innerhalb des Unternehmens entstanden sind, die Produktion verringern. Manager müssen lernen mit und um die Begrenzungen herum zuarbeiten, indem sie Lösungen finden, die für alle akzeptabel sind und die die Angst vor Veränderung reduzieren.

Meine persönliche Erfahrung

Die Beantwortung der beiden ersten Fragen ist manchmal nicht einfach, aber dieser Teil ist meistens die leichtere Aufgabe, da Sie Ihr Unternehmen mehr oder weniger „von außen“ betrachten können. Der letzte Schritt ist häufig der Schwerste, weil Sie hier wirklich anpacken und Ihre alten Gewohnheiten ablegen müssen. Lassen Sie sich in dieser Phase nicht von Angst leiten: Behalten Sie immer Ihr Ziel vor Augen!

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